Würzburger Forum der Kontemplation e. V. (WFdK)

Aus der Praxis für die Praxis

 

Der nachfolgende Text ist ausschließlich zum persönlichen, privaten Gebrauch bestimmt. Jede weitere Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung der Autorin/des Autors bzw. des WFdK.

 

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Willigis Jäger

Jan Sedivy

Elisa-Maria Jodl

Feier des Lebens

am Benediktushof zum Ende der Tagung des Würzburger Forums der Kontemplation e. V., 26. Januar 2014

Leitung: Willigis Jäger, Jan Sedivy, Elisa-Maria Jodl

In der Regel findet auf jeder Tagung des WFdK eine Feier des Lebens statt. Nachfolgende Texte sind zum persönlichen Gebrauch empfohlen.

Einstimmung

Wir lassen uns sammeln im Klang von „elohim“, einem hebräischen Wortlaut für Gottheit.

Willkommen

Jesus sagte zu seinen Jüngern und Jüngerinnen: Wenn sie euch fragen: „Woher seid ihr geworden?“, so sagt ihnen: „Wir sind geworden vom Licht. Wir sind gekommen vom Ort des Lichtes, der dunkel und hell nicht kennt; vom Ort des Lichtes, das aus sich selbst geboren – auch Nichts.“ Wenn sie euch fragen: „Wer ist euer Vater, abba – der Ursprung?“, so sollt ihr sagen: „Wir sind Töchter und Söhne des Lebendigen selbst.“ Und wenn sie euch fragen: „Was ist das Zeichen, das euch der lebendige Vater gegeben?“, so sagt ihnen: „Es ist Bewegung und Ruhe.“

Seid alle herzlich willkommen mit diesem Wort aus dem Thomas-Evangelium, dem Spruch 50 jetzt frei nachempfunden. Lasst uns das Leben in seiner urgründigen Wirklichkeit feiern. Das Leben, das wir bereits sind.

Lied

So wollen wir einstimmen in den Liedvers „Ich will dir danken, dass du meinen Namen nennst, Gott meines Lebens.“ (Melodie wie „Schweige und höre …“)

Ansprache von Willigis Jäger

Die transrationale Bewusstheit.

Stille
Musik oder Lied

Ubi caritas et amor deus ibi est.

Dank und Segnung der Gaben

A: Urgrund des Lebens, wir danken für deine schlichte Gegenwart; wir danken, dass DU unseren vergänglichen Leib angenommen hast und uns lebendig entgegenkommst in Brot und Wein. Nur wenn das Korn gemahlen wird, kann es zu Brot werden und unseren Hunger stillen, nicht nur unseren leiblichen Hunger, sondern auch unseren Hunger nach Leben, Geborgenheit und Gerechtigkeit.

B: Quell allen Seins, wir preisen dich für den Wein. Nur wenn die Trauben gekeltert werden und der Saft im dunklen Fass heranreift, wird daraus stärkender Wein. Möge uns dieser Wein zum Zeichen werden, zum Kelch des Heils, damit er Freude bringt, Festtagsfreude. Du willst unseren Durst stillen, nicht nur den leiblichen, sondern auch unseren Durst nach Glück, Frieden und Freiheit.

A: Wir danken für die Zeichen von Brot und Wein, die uns aufrufen und ermutigen zu werden, was wir bereits sind, Ebenbild Gottes jenseits aller Bilder.

Wir legen die linke Hand aufs Herz und segnen mit der rechten Hand. Sprecht nach:

B: Gesegnet ist dieses Brot. Wie die Getreidekörner auf dem Acker zerstreut waren und zu einem Brot geworden sind, so will uns die Gemeinschaft dieses Mahles einen in Liebe.

Gesegnet ...

A: Gesegnet ist dieser Wein. Wie die Trauben zerstreut waren über den Weinberg und zu einem Trank geworden sind, so will uns die Gemeinschaft dieses Mahles einen in Güte.

Gesegnet ...

Lied

Ubi caritas oder Musik

Tönen

Im Tönen von „shalom“ und „salaam“ lassen wir uns ein auf den Klang des Friedens, der unser Verstehen bei weitem übersteigt. Er möge alle Menschen, alle Wesen erreichen, die sich nach Trost und Heil sehnen in ihrem Leid und nach Friede und Freude für ihr Leben.

Austeilung von Brot und Wein

Brot und Wein werden ausgeteilt mit dem Zuspruch: Iss vom Brot des Lebens. Trink vom Wein der Liebe.

Dankgebet

Dank und Freude bewegen Herz und Sinn, dass wir teilhaben an deiner Lebendigkeit und gestärkt sind für unseren Weg. Unser Weg kennt Schatten und Licht.

Lied

Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte dich nicht.

Segen

Im Segen sprechen wir einander Gutes zu:

Mögest du gewahr werden des Mysteriums von Da-Sein und eintreten in die stille Unermesslichkeit deiner ureigenen Gegenwart.
Mögest du jeden Tag neu als heiliges Geschenk erleben, gewoben um das Herz des Wunders.
Möge eine verborgene Vorsehung dein Denken leiten und dein Fühlen beschützen.
Möge deine Seele so frei sein wie jede neue Woge der See.
Mögest du bei jedem Erwachen in deinem Herzen das Flüstern einer segnenden Stimme vernehmen: Gutes wird dir widerfahren!
Möge Dunkles in dir dem verborgenen Licht zugewendet sein.
Mögest du imstande sein, die Früchte des Leidens wahrzunehmen.
Mögest du großzügig sein in deiner Annahme von Verlust.
Möge dir die Wunde der Trauer zu einer Quelle ununterbrochener Gegenwart werden.
Mögest du erkennen, dass du stets in der Umarmung gütiger Gegenwart des Göttlichen ruhst.
(nach den Worten von John O’Donohu, 1956–2008).

Amen!

 

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